The Job Fair - Part 1

Tag 1 - Anflug

Also.. auf geht´s zur "Language Job Fair" nach Dublin, Irland!
Wir haben ja sonst nix zu tun, der Nachbar stänkert auch immer nur rum, weil ich nach den ersten Herbststürmen 2006 immer noch keinen neuen Zaun gezogen habe... das Dach ist nun endlich repariert - Kyrill war ja erst im Januar!... der Landkreis geilt sich an Verwaltungsaufgaben auf, anstatt für Arbeit zu sorgen, wie es seine Aufgabe wäre...

Wenn man in Germany was erreichen will, macht man´s selber!

Die Job Agency "BeesWax" aus Irland hat Olli `ne Einladung zu besagter Messe geschickt und da er mir davon erzählte.. ;-)

Ach so, wer ist Olli? Nun, Olli ist ein "Halbengländer" mit USA-Vergangenheit und, wie ich, Hartz IV - Leidtragender. Wir suchen nun schon seit Jan.. Feb nach einer Möglichkeit, das Merkel-Refugium zu verlassen und im englischsprachigem Ausland mit unseren Kenntnissen Fuß zu fassen. Da kommt nun diese Job Fair in Dublin ;-)

Ich habe, kanadageschult, die Tickets für den Flug (Ryayn - 25€) und das Hotel gebucht und er kümmerte sich um den Bahntransfer nach Lübeck (wie... da is´ ´n Flughafen???)

Vince kam am Mittwoch dazu und.. los gehts!
So.. wie kommen wir zur Bahn? BELLA.. die Gute spielt Taxi nach Hämelerwald. Da das "Niedersachsenticket" aber erst ab 9 Uhr gilt und wir es grad mal 08:15 haben, lösen wir bis Hannover Großraumtickets... 70% billiger! Na ja, was soll ich über die Bahn erzählen.. man kennt es ja.. nix aufregendes.. bis Hamburg. Von dort geht es mit `nem Shuttlebus direkt zum Flugsteig in Lübeck, für 8€ statt 9 mit der Bahn PLUS transfer zum Airport.

Der Flughafen... is n Witz... n Bierzelt! Da dort grad umgebaut wird und keine größeren Hallen vorhanden sind, hat man n Bierzelt aufgebaut... in der Not frisst der Teufel Fliegen!
Grad durch die Abfertigung durch - dem Mädel haben wir unsere beiden letzten Bierdosen geschenkt ;-), wird Vince über Lautsprecher zurückgerufen: man hat in seiner Tasche unsere Zippos gefunden. TERRORISTEN.. die haben Feuerzeuge dabei! Was ollen wir mit 2 Zippos in der Ladebucht... da kommen wir während des Fluges eh nicht ran! Aber... so sind die Vorschriften.. DEUTSCH! Nun ja, jetzt warten sie, bis die Herrchen wieder zurückkommen, am Schalter in Lübeck. N Gasfeuerzeug aber... "das ist ok!"

Der Flug: 2 Stunden in einer Boing 737-800... mir macht´s einfach nur Spass ;-) Keine besonderen Vorkommnisse während des Fluges, dafür war die Landung von der Art "Kann ja jeder wissen, das wir nun unten sind!" Das arme Fahrwerk... gut designed.

Der Airport Dublin: auch schon etwas älter, keine Finger, die sich an den Jet anlegen... man muss über eine altertümliche Gangway aus der Kiste krabbeln, Nostalgie pur. Vince kann sich an der Baggage Claim nicht entscheiden, welchen Koffer er sich nimmt, ".. sind alle so bunt, hier!"

Vor dem Gebäude... erst mal was rauchen; ist nix Neues, kennen wir schon von Vancouver.

"Wie kommen wir nun von hier zum Hotel? Wo ist das überhaupt?"
Doch dafür gibt es ja `ne Auskunft gleich rechts nach dem Eingang. Die Tante da schreibt mir auch die diversen Linien auf, die wir draussen auch finden.

Doch nun kommts: der Busdriver kennt die Strasse nicht, wo wir hinmüssen! So kann er uns auch keinen Fahrpreis nennen!!! Und nun... 10 Km zu Fuß.. mit Gepäck??? Nie im Leben!

Ich geb ihm, der Diskussion überdrüssig, den Stadtplan und zeige ihm, wo das sein soll.

"Ok... I see... you have to get off the bus here!" und pointed mit dem Finger auf das Papier. Während wir uns durch die Rush Hour quälen ( die Busse haben hier eigene Fahrspuren) frage ich die Mitfahrenden, ob sie vielleicht wüssten, wo a) wir jetzt auf dem Plan sind und b) das Hotel sein könne... Adresse hab ich ja. Die Leute hier sind wie in Canada: wohltuend freundlich und zuvorkommend, eben NICHT deutsch!

Mit den so erhaltenen Auskünften können wir sogar etwas anfangen und landen, nach einem längeren Fussmarsch (für `nen Autofahrer) an der Herberge: n Studentenwohnheim, n College oder so, altehrwürdig - King Bogumil der halb Achte oder so, eben Irland halt.

Und, es überrascht uns schon nicht mehr, eine freundliche, kleine, pummelige Concierge überschlägt sich fast, um den crazy german Cowboys zu helfen... natürlich sind Vince & ich als "men in black" unterwegs.. mit Stetson, versteht sich ;-)

Wir sind auf Bude, die beiden duschen und dann geht´s los: Hunger! Olli will unbedingt "Fish n Chips" haben, kenn ich noch nicht. Die Concierge erklärt uns den Weg zum nächsten Pub (Durst haben wir ja auch) und auf dem Weg dorthin stolpern wir über einen Laden, wo wir a) ein Gasfeuerzeug - das Letzte, b) einen Stecker für den Laptop und c) einen Geldautomaten finden, zwischen Gurken und Windeln!

Vor der Tür spricht uns ein Rentner wegen unserer Hudson-Bay-Jacken an und wir erklären ihm den Zusammenhang... die Leute haben Zeit hier! Dann endlich: Mampf.. Fish & Chips.... Pommes mit Knusperaal, Salz und... Essig... doch - lecker, das! Nebenan ist der Pub; Kilkenny gibt`s nicht, dafür Beamish Red, lecker Stoff, n Guinness in Light.. so ungefähr. Und rauchen.. nur draussen, wie in Kanadien ;-) Dabei sprechen uns Einheimische an... man hat halt Zeit und ist neugierig... gemütlich halt. Nach 2 Bier geht´s dann heim... 10 Uhr, ab inne Kiste,

Morgen geht´s rund!